Analytik

Um die Bodenfruchtbarkeit entsprechend bewerten und Meliorationsmaßnahmen ableiten zu können werden in unserem Partnerlabor mit der Methode der „Fraktionierten Analyse“ (ÖNORM S2122-1) bis zu 118 Einzelparameter analysiert. Nachfolgende Tabelle stellt die Parameter und die Analysemethoden dar.

Zusammenfassende Darstellung der Analytik der fraktionierten Analyse

Wasserlösliche Elemente

Die wasserlöslichen Elemente eines Bodens bestimmen die Konzentration der Stoffe in der Bodenlösung, welche das wichtigste Medium für die Pflanzenernährung ist. Die Bodenlösung sollte eine Idealzusammensetzung der einzelnen Nährstoffe besitzen, da die Pflanzen bei der Nährstoffaufnahme nur sehr beschränkt selektieren können.

Infoblatt Wasserlösliche Elemente

Austauschbare Elemente

Organische und mineralische Teilchen besitzen (meist negativ) geladene Oberflächen (Sorptionsflächen) und lagern positiv geladene Teilchen, so genannte Kationen wie z.B. Ca++, Mg++, K+, Na+, H+ an. Durch Erhöhung der Stoffkonzentration in der Bodenlösung (z.B. mittels Düngung, durch Ausscheidungen von Wurzeln) können angelagerte Teilchen verdrängt und von den Wurzeln aufgenommen (= ausgetauscht) werden.

Infoblatt Austauschbare Elemente

Pflanzenverfügbare Elemente

Als pflanzenverfügbar werden jene Elemente im Boden bezeichnet, welche für die Pflanze im Laufe der Vegetationsperiode in aufnehmbarer Form vorliegen. Es ist dies die Summe an wasserlöslichen und austauschbaren Elementen.

Infoblatt Pflanzenverfügbare Elemente

Nachlieferbare Elemente (Reservefraktion)

Als Reservefraktion / nachlieferbare Elemente werden jene Elemente bezeichnet, welche durch natürliche Verwitterungsprozesse innerhalb von 10 bis 15 Jahren in eine für die Pflanze verfügbare Form überführt werden. Aus ökologischen und finanziellen Überlegungen kann es sinnvoll sein, die vorhandenen Reserven zu mobilisieren anstatt Nährstoffe mittels Dünger zuzuführen.

Infoblatt Nachlieferbare Elemente

Analyse der Phosphor (P) Pools

Studien (z.B. Köster und Nieder 2007) und eigene Untersuchungen zeigen, dass in den meisten landwirtschaftlich genutzten Böden große Phosphor-Reserven (bis zu 3.000 kg/ha und 30 cm Tiefe) vorliegen. Diese Reserven sind zwar nur zum Teil unmittelbar pflanzenverfügbar, bei Kenntnis der verschiedenen Bindungsformen können aber gezielt Maßnahmen empfohlen werden, damit P mobilisiert und wieder in den biologischen Kreislauf integriert werden kann.

Vor diesem Hintergrund werden von uns folgende 5 P-Pools analysiert und bewertet:

  1. Wasserlöslicher Phosphor
  2. Austauschbarer Phosphor
  3. Mineralischer Phosphor-Reservepool
  4. Organischer Phosphor-Reservepool
  5. Gesamtgehalte an Phosphor

Infoblatt Phosphor

Literatur

Köster W., R. Nieder (2007). Wann ist eine Grunddüngung mit Phosphor, Kalium und Magnesium wirtschaftlich vertretbar? www.beratung-mal-anders.de
ÖNORM S 2122-1 (2013). Erden aus Abfällen. Teil 1: Fraktionierte Analyse  – Untersuchungsmethoden.

Sie wollen eine Bodenprobe beauftragen?